Ein unveränderbarer Anteil, etwas Absolutes
Innerhalb des Unveränderbaren veränderliche Parameter.
Also ein unveränderliches Flußbett z.B. mit unterschiedlichen Wasserständen, -qualitäten, -temperaturen etc.
Oder ein Jazzstandart, ein relativ kurzes Stück mit vielleicht 32 Takten. Die Melodie, unterlegt mit Harmonien,
„Changes“, den Akkordwechseln. Diese 32 Takte generieren eine Form, die ständig wiederholt wird. Also die
absolute Zeit zwischen den jeweiligen 1. Takt der Form bleibt (im Prinzip) immer gleichlang. Die Harmonien,
wenn auch ev. mit Ersetzungen, Erweiterungen etc kommen immer an der gleichen Stelle. Unabänderliche Form,
im Prinzip ewig ablaufend.
Trotzdem, ob der Pianist mal einen Durchlauf aussetzt, oder nur der Schlagzeuger spielt. Oder 4 Takte
überhaupt niemand spielt. Das sind die veränderlichen Parameter.
Die Akkordwechsel, die Harmonien sind immer vorhanden, auch wenn sie nicht gespielt werden. Dann sind sie
eben gerade im Unsichtbaren, Unhörbaren. Trotzdem vorhanden. Jede Art und Weise, wie z.B. der Pianist die
Harmonien spielt, ist insofern nur eine der Möglichkeiten ihrer Verdeutlichung, Konkretisierung.
Der Solist kann jederzeit jeden Ton spielen Jedoch auch hier: Jeder Ton, jede Melodie, den er spielt, muß einen
Bezug zu den Harmonien haben (ob diese vom Pianisten z.B. gerade gespielt werden oder nicht).
Ein „falscher“ Ton erzeugt Spannung, die durch die weitere Melodieführung und Rückbezug zu den Harmonien
(und natürlich zu anderen musikalischen „Parametern“. Ich beziehe mich jetzt der Einfachheit halber nur auf die
Harmonien) wieder ausgeglichen werden kann. Insofern, der Solist darf prinzipiell alles, wozu er Lust hat. Und
gleichzeitig hängt er unverrücklich in den Fängen der Form.
(Die Wasserzeichen, die unkonkreten Zeichen, die immer einen generellen Inhalt vorgeben, der aber für sich
unsichtbar ist und erst durch Konkretisierung sichtbar wird, dabei aber verschiedene Form der Konkretisierung
haben kann.
Beim Fisch als dem Prinzip offensichtlich, beim Krebs die spezifische Art und Weise der Übereinstimmung
zweier ansonsten unabhängiger Ebenen („Subjektivität“, beim Steinbock dann die Übereinstimmung vieler
Einzelelemente oder -ebenen, also Allgemeingültigkeit). Der „generelle“ Inhalt des Krebs ist also
Übereinstimmung, die konkrete Art der Übereinstimmung wechselt, wenn die Ausgangsebenen sich verändern.
Also fällt dem Krebs wieder was Neues ein.)
Die meisten mir bekannten Musikarten, die improvisierend zusammenspielen, verwenden Formprinzipien in der
beschriebenen Weise, also insbesondere den Durchlauf eines unveränderlichen zeitlichen „Flußbetts“ oder
andere strukturgebende Dinge. Jazzmusiker sprechen übrigens wirklich von der „Form“ gleich ein Durchlauf
der im Beispiel hier 32 Takte.
(Wird die Form nicht eingehalten, verletzt, etwa aus mangelnder Fertigkeit, so wird das Skorpionprinzip verletzt,
unabhängig davon, ob die Zuhörer die Formverletzung bewußt wahrnehmen oder nicht. Wird die Form
eingehalten, wird das Skorpionprinzip gestärkt und gereinigt, natürlich jeweils da, wo es im Horoskop steht.
Daß dies im Regelfall unmerklich vor sich geht, ist klar, trotzdem ist dieser Zusammenhang ganz klar
vorhanden, inklusive Schicksalsauswirkungen. Musikalische Homöophatie sozusagen.
Prinzipiell kann man jeden Inhalt, damit auch jeden astrologisch definierbaren Inhalt in Musik übersetzen.)
Ein Mensch ohne Skelett wäre ein Fleischhaufen. Die jeweiligen einzelnen Skellettknochen können sich nur in
ganz bestimmten engen Grenzen bewegen, ermöglichen in ihrer Gesamtheit aber z.B. einer Hand praktisch jede
Bewegungsmöglichkeit.
Insofern ist der Skorpion im Idealfall strukturgebende, damit Festigkeit gebende Instanz, innerhalb der Struktur
vollständig Freiheit ermöglichend.
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Zum Skorpion wird oft der Begriff Wandlung bzw Transformation assoziiert.
Eine Form, z.B. eine Kuchenform, kann mit verschiedenen Dingen gefüllt werden, Rosinenkuchen oder einer
Betonmischung z.B. Dies kann als Wandlung oder Transformaton gesehen werden.
Mir scheint allerdings der Begriff der Variation passender. Der absolute Aspekt, also die Form an sich, bleibt
immer unverändert, das Festhalten des Skorpions am Leitbild.
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Skorpion, das Prinzip von Form und Struktur, bzw genauer ist das für mich der Überbegriff der Stier – Skorpion
Achse, der Stier im Materiellen, Existenziellen, der Skorpion geistig.
Der Stier zieht einen Zaun um sein Haus, um den Besitz abzugrenzen, der Skorpion grenzt seine Konzepte,
Pläne, Systematiken, Vorstellungen gegen andere Konzepte ab.
Die Zentrierung auf einen Mittelpunkt hin, das Errichten der Ordnungsform.
Ebenso wie der Stier nun darauf achtet, daß in seinem Garten alles schön ordentlich ist, achtet Skorpion auf die
„Reinheit der Lehre“, auf die Reinheit der Form und Struktur.
Wenn Skorpion z.B. für die Harmoniestruktur und Zeitform (z.B. 16 Takte) eines Jazzstandarts steht, sagen wir
mal „Summertime“ von Gershwin, inklusive Improvisation über das Stück und seine Form.
Dann ist die Form von Summertime natürlich noch nicht das Stück selbst. Sondern eben nur eine Vorform, die
das Erklingen des Stücks inklusive Improvisation ermöglicht.
Also ist Skorpion der Bereich, der sozusagen kurz vor der möglichen Gegenwart des Stücks steht. Die sich laut
Döbereiner in der Weiterentwicklung der Form des Skorpions zur Gegenwart der Waage zeigt, bzw von Haus 8
zu Haus 7 = Gegenwart und Bedeutung.
(Der Skorpionbereich ist selbst also unsichtbar, repräsentiert damit eine Vorform möglichen Seins, Da-seins, ist
insofern noch „unfertig“, in der griechischen Mythologie laut Döbereiner der hinkende Götterschmied, wenn ich
den Namen richtig erinnere, Stobaios.)
Logisch ist, wenn die tatsächliche Gestalt des Geschehens im 7. Haus erscheint, daß die Qualität ihrer Form im
8. Haus mit ausschlaggebend ist für die Qualität der Gegenwart, die damit ermöglicht wird. Also wenn die Form
von Summertime durch einen Irrtum (Betonung auf Irrtum, nicht auf Neuschöpfung) auf 17 statt auf 16 gedehnt
wird, ergibt dies möglicherweise einen etwas irritierenden Höreindruck, auch wenn der Zuhörer vielleicht gar
nicht weiss, daß etwas schiefgelaufen ist. Nur wirkt das Stück auf einmal nicht mehr so stimmig.
Insofern ist laut Döbereiner Skorpion bzw Pluto der Bringer der Reichtümer und Segnungen. Ein konstruktiv
gelebter Pluto bringt eben diese, weil er den Boden für eine gute, „saubere“ Gegenwart ermöglicht. Ein
ungelöster Pluto nun bringt statt der korrekten Form im Sinne des Ausgangspunkts des Horoskops (und dies ist
immer Haus 12 vom AC aus begonnen, im folgenden kurzgefaßt als Neptun bezeichnet) eine Form, die nur
anscheinend dieses 12. Haus verwirklicht, eine Kompensation, eine Maske oder auch Larve. Insofern zeigt sich
am Pluto, ob Neptun angenommen wird oder nicht. Wird er angenommen, dann können die Reichtümer und
Segnungen fließen, eine stimmige Gegenwart kann entstehen. Da diese Gegenwart in einem unendlich
rückbezüglichen System prinzipiell vom Rest der Schöpfung gebraucht wird, “muß”, etwas naiv formuliert, der
Rest der Schöpfung, also Neptun, die Gesamtheit von allem was ist, darauf hinwirken, daß es dem Träger dieser
stimmigen Gegenwart gut geht, damit diese Gegenwartz weiter gelebt werden kann. Also schiebt sie diesem
Träger Segnungen und Reichtümer zu.
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Nochmals aus einer anderen Sicht.
Ein gelebtes Zeichenprinzip ergibt einen konstruktiven Aspekt zwischen den Nachbarprinzipien (auch dies, wie
soviel Gutes von Döbereiner formuliert).
Also ein gelebter Jupiter z.B., das Fügen, das Kombinieren von Getrennten zu einer neuen Einheit. Wenn ich
einen Kugelschreiber mit einer Heftklammer so verbinde, daß eine Libelle sichtbar wird, dann wird mir beim
Kombinieren der beiden Dinge mehr und mehr klar, wie sie tatsächlich verbunden werden können, wie die
Verbindung hält und wie nicht.
Es ergibt sich also ein Objektivierungsprozeß bezüglich dessen, wie Form, Beschaffenheit und Struktur (Pluto -
Skorpion) von Kugelschreiber und Heftklammer zu welcher Verbindung (Jupiter - Schütze) genutzt werden
können. Und diese Klärung ist astrologisch Saturn – Pluto.
Und beim gut gelebten Pluto ergibt sich Jupiter – Venus, entspricht u.a. einem Jupiter in 7, also aus der
Begegnung kommt Wohlwollen, Förderung, glückliche Fügungen, Expansion usw.
Was heißt das praktisch?
Die Stelle des Plutos gibt wichtige Hinweise darauf, wie die Horoskopanlagen zu konkretisieren sind. Eigentlich
so eine Art Entweder Oder Stelle. Der nichtgelebte Pluto wird zu einer Art ungelöstem Neptun, also einem
unsicheren Nebelfeld.
Manchmal macht man so eine Erfahrung, da ist irgend jemand, und es gefällt einem nicht, wie diese Person ist
oder was sie macht. Irgendwann macht oder sagt diese Person etwas Bestimmtes, und auf einmal empfindet
man Symphatie und Unterstützung für diesen Menschen. Und das entspricht meiner Erfahrung nach oft der
jeweiligen Plutostellung dieser Person.
Also ein Pluto im 1. Haus muß konkret durchsetzen und verwirklichen, notfalls auch gegen Widerstande. Was
muß er durchsetzen? Das, was Haus 12 bzw der AC will. Was passiert, wenn Pluto in eins nicht seine Anliegen
durchsetzt? Die Person wird schüchtern und durchsetzungsschwach. Und entsprechende Pluto zu Neptun
Verwandlungen auch in den anderen Häusern.
Pluto im 2. muß für eine gute Ordnungs- und Organisationsform dessen sorgen, was der AC will. Pluto in 3 muß
die vielfältigen Möglichkeiten der Anliegen des ACs erkunden und sie vor allem darstellen und präsentieren.
(Ein Kollege von mir mit Pluto in 3 redet immer so lange über seine Pläne, bis jeglicher Widerstand
dahingeschmolzen ist. Und das passiert einfach beim Reden. Und da ist schwer gegenzuhalten. Allerdings sind
seine Pläne im Nachhinein betrachtet oft wirklich ganz gut, was vorher nicht zu erkennen war.)
Usw. Pluto in 4 seinem Empfinden und auch seinen Launen folgen, in 5 selbstbestimmt seine eigene Welt
basteln, in 6 genau und präzise wahrnehmen, das AC-Anliegen in Nutzbarkeit überführen, in 7 auf das stimmige
Gesamtbild achten, im 8. auf konsequente und unbedingte Ausrichtung achten, usw. Fürs 9. fällt mir gerade
nichts ein, im Übrigen sollen das nur Anregungen sein, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Im 10. das Verbindlich - Gültige der AC-Anliegen herausfiltern, das was bleibenden Wert über subjektive
Meinung hinaus hat. In 11 auf strukturierte Art und Weise neue schöpferische Wege finden und gehen, in 12
grundsätzliche Strukturierungen des AC-Anliegens finden. S. Döbereiner, Pluto aphroditisch in 12, der KrebsAC
mit Mond in 12 will das Prinzipielle des Seins empfinden. Diese Wege in 12 hinein sollen einerseits über
(geistige) Strukturen ablaufen (also z.B. astrologische Denkweisen) bzw Strukturen des 12. finden, also
Strukturen des Hintergrunds des Seins.
Im Übrigen noch, die aphroditische Richtung im Uhrzeigersinn ist immer wichtiger als die „normale“ gegen ihn.
Ein Pluto auf Spitze 2 ist aphroditisch insofern auf dem Maximum des 1.
Soweit Assoziationen zum Skorpion - Pluto, im Grunde hauptsächlich Zusammenfassungen von Aussagen
Döbereiners interpretiert aus meinem Blickwinkel mit Zielrichtung auf Erkennen des konstruktiven Potentials
eines Horoskops.
Skorpion: Form und Struktur
Assoziationen zum Skorpion, dem Prinzip von Form und Struktur